Vertrag währungs wirtschafts sozialunion

Am 15. März 1991 trat der Vertrag über die endgültige Regelung mit Respekt für Deutschland, der bereits am 12. September 1990 in Moskau von den beiden damals bestehenden deutschen Staaten (Ost- und Westdeutschland) auf der einen Seite und von den vier wichtigsten alliierten Mächten (Vereinigtes Königreich, Frankreich, Sowjetunion und Vereinigte Staaten) auf der anderen Seite unterzeichnet worden war, in Kraft. , nachdem sie von der Bundesrepublik Deutschland (nach der Vereinigung als vereintes Deutschland) und von den vier alliierten Nationen ratifiziert worden war. Das Inkrafttreten dieses Vertrags (auch bekannt als “Zwei Plus-Vier-Vertrag” in Bezug auf die beiden deutschen Staaten und vier alliierten Nationen, die ihn unterzeichneten) beendete die damals noch bestehenden Beschränkungen der deutschen Souveränität, die sich aus den Vereinbarungen nach dem Zweiten Weltkrieg ergaben. Deutschland war nicht der einzige Staat, der nach dem Zweiten Weltkrieg getrennt worden war. So wurden Korea und Vietnam durch die Besetzung der “westkapitalistischen” und “ostkommunistischen” Kräfte nach der Niederlage des Japanischen Reiches getrennt. Beide Länder litten stark unter dieser Trennung im Koreakrieg (1950–1953) und im Vietnamkrieg (1955–1975), der schwere wirtschaftliche und zivile Schäden verursachte. [94] [95] Die deutsche Trennung hat jedoch nicht zu einem weiteren Krieg geführt. Darüber hinaus ist Deutschland das einzige dieser Länder, das es geschafft hat, eine friedliche Wiedervereinigung zu erreichen. So gelang Vietnam beispielsweise erst am Ende des Vietnamkrieges 1975 die Wiedervereinigung, während Nord- und Südkorea immer noch mit hohen politischen Spannungen und enormen wirtschaftlichen Disparitäten zu kämpfen haben, was eine mögliche Wiedervereinigung zu einer enormen Herausforderung macht. [96] Die Deutsche Wirtschafts-, Währungs- und Sozialunion wurde in Bonn vom Deutschen Finanzminister Walter Romberg und dem Finanzminister der Bundesrepublik Deutschland, Theo Waigel, unterzeichnet.

Die GEMSU war ein Vorläufer des Zwei-Plus-Vier-Vertrags, der zur nahezu vollständigen wirtschaftlichen, sozialen und politischen Absorption der Deutschen Demokratischen Republik durch die Bundesrepublik Deutschland führte. Nach der Niederlage Deutschlands durch die Alliierten im Zweiten Weltkrieg wurde das Land in zwei Staaten geteilt: Westdeutschland (besetzt von Großbritannien, Frankreich und den Vereinigten Staaten) und Ostdeutschland (ein Satellit der Sowjetunion). Beide Länder wurden souveräne Staaten, aber Westdeutschland gedieh unter einer kapitalistischen Marktwirtschaft mit einer starken westlichen Ausrichtung, während Ostdeutschland unter kommunistischer Herrschaft stagnierte. In den 1980er Jahren betrug das jährliche Bruttosozialprodukt (BSP) Westdeutschlands über 800 Milliarden Dollar, während das BSP ostdeutschlands nur 207 Milliarden Dollar betrug. Während des Kalten Krieges blieben die beiden Deutschen ideologische Feinde, aber das Konzept eines vereinten Deutschlands lebte noch in den Köpfen vieler deutscher Bürger und politischer Führer. Es gab jedoch zwei große Hindernisse für die Wiedervereinigung: Die Sowjetunion war unveränderlich gegen einen einzigen deutschen Staat, und Ostdeutschland blieb gerade stark genug, um der Wiedervereinigung zu widerstehen, aus Angst, von seinem reicheren Nachbarn im Westen wirtschaftlich überfordert zu werden. Angesichts der Neigung Deutschlands zum militärischen Abenteurertum waren viele andere europäische Staaten, vor allem Frankreich und Polen, mit dem Status quo zufrieden. Als schließlich der Vertrag über die Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion unterzeichnet wurde, wurde beschlossen, den schnelleren Prozeß von Artikel 23 anzuwenden.